JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

3

G-Dur

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 3
Chonologische Ordnung
17
Tonart
G-Dur
Periode
Sinfonien für den Grafen Morzin 1757 bis 1761
Kompositionsdatum
1761
Auftraggeber
Graf Morzin
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Entwurfs-Katalog
Partitur-Ausgabe

Sinfonien um 1761-1765
Herausgeber: Ullrich Scheideler; Reihe I, Band 2; 2012, G. Henle Verlag München

Hob.I:3 Symphonie in G-Dur
Wenn dieses beeindruckende Werk tatsächlich vor 1761 geschaffen wurde, wie es die Quellen nahelegen, bietet es einen überzeugenden Beweis für Haydns frühe Meisterschaft. Das einleitende Allegro im 3/4-Takt beginnt mit einem Thema, das Möglichkeiten zum doppelten Kontrapunkt bereithält, wobei die langen Noten der Melodie mit Achtelläufen im Bass kontrastieren (die gleiche Melodie ist auch in homophonen Versionen zu hören). Die eindrucksvollste kontrapunktische Passage des Satzes erklingt kurz nach Beginn der Reprise: Die langen Noten treten endlich auch im Bass auf, die ersten Violinen bringen eine Variante des Motivs mit den Läufen dar und die zweiten Violinen fügen eine neue synkopierte Gegenmelodie hinzu.
Das Andante moderato in Sonatensatzform wendet sich der Molltonika zu; seine scheinbar simple Melodielinie entfaltet sich zu einem verzweigten Netz hoquetusartiger Pausen und Imitationsfiguren. Das Menuett mag galant klingen, ist jedoch ein strenger Kanon in der Oktave und eines der frühesten Beispiele - wenn nicht das früheste überhaupt - der von Haydn oft geübten Praxis, "gelehrsame" Elemente in eine anspruchslose Tanzform einzufügen. Das Trio bedeutet reines Konzertieren für die Bläser.
Das Finale aber, ein Meisterwerk, übertrumpft all dies mit einer großartigen Synthese aus Fuge und Sonatenstil und ist vermutlich das erste Beispiel für diesen bei Haydn so wichtigen Finalsatztyp. Dem Finale der "JupiterSymphonie" ähnelt es insofern, dass es sich um einen Sonatensatz mit kunstvoller kontrapunktischer Struktur über einem "Cantus-Firmus"-artigen Thema aus vier ganzen Noten handelt. Die erste Themengruppe in der Tonika ist eine formgerechte Fugenexposition; der Übergang ist zwar "lockerer", verwendet jedoch zwei neue Motive in umgekehrtem Kontrapunkt. Die zweite Gruppe in der Dominante verbindet eines davon mit dem ursprünglichen "Cantus-Firmus"-Thema, und die Durchführung steigert die Komplexität noch erheblich. Die Reprise schließlich weist ein vierstimmiges Stretto auf den "Cantus" auf, bis Haydn wie immer ganz am Ende für den besonders schwungvollen Abschluss zum Sonatenstil zurückfindet.
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
17,1
Satzbezeichnung
Allegro
Tonart
G-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
17,2
Satzbezeichnung
Andante moderato
Tonart
g-Moll
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
17,3
Satzbezeichnung
Menuet /Trio
Tonart
G-G-Dur
4. Satz
17,4
Satzbezeichnung
Alla breve
Tonart
G-Dur
Form
Fuge
Spieldauert gesamt
ca 18 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung Orchester
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
17,1
2. Satz
17,2
3. Satz
17,3
4. Satz
17,4



Partitur

3









Haydn13
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SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II