JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

9

C-Dur

Das Projekt

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 9
Chonologische Ordnung
23
Tonart
C-Dur
Periode
Erste Esterház-Sinfonien 1761 bis 1763; „Die Tageszeiten“ und weitere einzigartige Kreationen
Kompositionsdatum
1762
Auftraggeber
Welcher der beiden Fürsten ist nicht klar!
Anzahl der Sätze
3
Echtheitsbeleg
Autograph (verschollen), Entwurfs-Katalog
Partitur-Ausgabe

Sinfonien 1761-1763
Herausgeber: Sonja Gerlach und Jürgen Braun; Reihe I, Band 3; G. Henle Verlag München

Hob.I:9 Symphonie in C-Dur
Man hat die Vermutung angestellt, dass diese Symphonie aus einer Ouvertüre hervorgegangen sein könnte: Sie hat drei Sätze und endet mit einem Menuett statt mit einem schnellen Finale; der lautstarke erste Satz mit der Bezeichnung Allegro molto ist ungewöhnlich kurz und steht im ungewöhnlichen 2/4-Takt; und außerdem weist sie gewisse Ähnlichkeiten mit der Ouvertüre zu Haydns "Festa teatrale" Acide auf (ebenfalls aus dem Jahr 1762). Andererseits hat aber keine der übrigen dreisätzigen Symphonien Haydns, die mit einem Menuett schließen (Nr. 18, 26, 30), ihr Dasein als Ouvertüre begonnen; auch einige andere erste Sätze früher Symphonien in C-Dur sind lautstark, kompakt und im 2/4-Takt angelegt; und im Unterschied zu Haydns echten Ouvertüren weisen alle drei Sätze der Nr. 9 Wiederholungen auf.
Das Allegro molto verzichtet auf stark profilierte Themen zugunsten von "Hammerschlägen" aus drei Akkorden, Bläserfanfaren, ununterbrochener Geschäftigkeit und rhythmischen Überraschungen. Das Andante, gleichfalls im 2/4-Takt, beschwört Pastorales, und zwar sowohl durch seine Tonart G-Dur als auch durch den Einsatz von Flöten, deren lieblicher Ton die Klangwelt dieses Satzes bestimmt. Obwohl das Menuett vom Stil her galante Züge trägt, wird der Rhythmus einzelner Phrasen auf entschieden ungalante Weise behandelt. Der erste Teil des Trios zeichnet sich durch ein Oboensolo über den Streichern aus; der zweite ist dem gesamten Bläserensemble allein vorbehalten.
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
23,1
Satzbezeichnung
Allegro molto
Tonart
C-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
23,2
Satzbezeichnung
Andante
Tonart
G-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
23,3
Satzbezeichnung
Menuetto Allegretto / Trio
Tonart
C-C-Dur
Spieldauert gesamt
ca. 13 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
(2)*|2|0|1 – 2|0 – 0 – Str. (im Wechsel mit Ob)
Besetzung Orchester
(2)*|2|0|1 – 2|0 – 0 – Str. (im Wechsel mit Ob)
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
23,1
2. Satz
23,2
3. Satz
23,3



Partitur

9









Haydn13
×

SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II