JOSEPH HAYDN

107 SINFONIE

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Kultur Niederösterreich


Parkhotel Pörtschach

96

"The miracle"

D-Dur

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 96
Chonologische Ordnung
95
Tonart
D-Dur
Titel
"The miracle"
Periode
7 Sinfonien der ersten Londonreise 1791/1792
Kompositionsdatum
London 1791, UA 1791
Auftraggeber
Johann Peter Salomon
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Autograph (mit Skizze)
Partitur-Ausgabe

Londoner Sinfonien, 1. Folge
Herausgeber: Robert von Zahn und Gernot Gruber; Reihe I, Band 15; G. Henle Verlag München

Hob.I:96 Symphonie in D-Dur „The Miracle“
Die Symphonie Nr. 96 ist entgegen ihrer Zählung die “wirkliche” erste der “Londoner Symphonien”; sie wurde als erste jener ersten sechs Symphonien, die Haydn für die Saison 1791/92 der Londoner “Salomon-Konzerte” geschrieben, für die der Geiger und Konzertunternehmer Johann Peter Salomon Haydn engagiert hatte. Sie hat den Beinamen “The Miracle” von einem Vorfall, der sich nach neueren Erkenntnissen jedoch nicht bei einer ihrer Aufführungen, sondern der B-Dur-Symphonie Nr. 102 im Jahre 1795 ereignet haben soll: Vor Beginn der Darbietung hätten sich die Zuschauer in der Nähe des Orchesters zusammengedrängt, um den berühmten Joseph Haydn besser zu sehen. Die Sitze in der Mitte des Parterres seien dadurch leer geworden; in diesem Moment sei der große Kronleuchter herabgestürzt, jedoch ohne jemanden zu verletzen. Dies wurde als „Miracle“ (Wunder) gewertet.
Die Symphonie zeigt alle Elemente, die für Haydns spätes symphonisches Werk charakteristisch sind und mit denen Haydn seinen Ruf als “Klassiker” begründete: äußerste Knappheit und Meisterschaft der Form gepaart mit souveräner individueller Gestaltung eines jeden Satzes. Der erste Satz ist “monothematisch” organisiert, d.h. nur ein einziges Thema bestreitet mit seinen Varianten den gesamten Verlauf. Einen besonderen Effekt hat Haydn am Schluss des zweiten Satzes angebracht: Nach einem Haltepunkt setzen unerwarteterweise Soloinstrumente das Geschehen fort, als befände man sich in einem Solokonzert. (Diesen Effekt scheint Haydn ganz besonders auf das englische Publikum berechnet zu haben, das zu dieser Zeit Konzerte für mehrere Soloinstrumente oder “Konzertante Symphonien” liebte - siehe auch die “Concertante” I:105.) Das Menuett ist von alpenländischer Melodik, und das Finale, ein sog. Sonatenrondo mit “Kehraus”-Charakter, ist gekennzeichnet durch eine ganze Reihe subtiler Effekte.

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
95,1a
 
95,1b
Satzbezeichnung
Adagio / Allegro
Tonart
D-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
95,2
Satzbezeichnung
Andante
Tonart
G-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
95,3
Satzbezeichnung
Menuetto Allegretto / Trio
Tonart
D-D-Dur
4. Satz
95,4
Satzbezeichnung
Vivace (assai)
Tonart
D-Dur
Form
Rondo
Spieldauert gesamt
ca. 20 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).

Leitung
Johann Peter Salomon
Orchestrierung
2|2|0|2 – 2|2 – 1 – Str.
Besetzung Orchester
2|2|0|2 – 2|2 – 1 – Str.

Medien

Medien

Musik

Interprät wählen

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
95,1a
 
95,1b
2. Satz
95,2
3. Satz
95,3
4. Satz
95,4



Partitur

96









Haydn13
×

SINFONIE 107

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

OPER 13

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
L'infedeltà delusa
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
L'incontro improvviso
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II