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Kompositionsdatum: Aug.-Dez. 1763· Besetzung: Fl 2 Ob Fg 4 Hr – Str · Dauer: 23’ · Nach Entstehungszeit: 31. Symphonie
Hob.I:13 Symphonie in D-Dur
Diese bemerkenswerte Symphonie ist mit vier Hörnern anstelle der üblichen zwei besetzt und zeichnet sich außerdem im langsamen Satz durch einen eigenständigen Flötenpart und ein Solocello aus. Die unvergessliche Eröffnung der Symphonie mit ausgehaltenen siebenstimmigen Bläserakkorden über einem vorwärtstreibenden, aufwärtsstrebenden Streicherostinato ist eines der eindrucksvollsten und klangstärksten Gebilde in Haydns Gesamtwerk. Dessen ungeachtet ist dieses Allegro molto überraschend kurz. Der Übergang mit seinen Imitationen zwischen Violine und Flöte mündet nahtlos in eine zweite Themengruppe ein, die nur aus einer Phrase besteht, wenn auch verlängert um eine unerwartete synkopierte Fortsetzung. Die Reprise ist zwar ebenso massiv angelegt wie die Eröffnung, beginnt jedoch unerwartet piano; doch bald darauf mündet sie in einen verblüffenden Höhepunkt, wobei alle vier Hörner das Ostinatomotiv der Eröffnung dreimal hintereinander intonieren, jedes Mal in einer höheren Tonlage.
Das Adagio cantabile, eine wunderschöne "Aria" für Solocello mit Streicherbegleitung, verlangt (und belohnt) aufmerksames Zuhören. Das kraftvolle Menuett, das auf einem absteigenden Dreiklangsmotiv beruht, bedient sich jener kunstvollen Kontraste von Rhythmus und Motiv, die häufig nur für Haydns Spätzeit als charakteristisch gelten; das Trio, das auf einem ganz anderen absteigenden Dreiklangsmotiv fußt, gibt der Flöte Gelegenheit, sich hervorzutun. Das Finale beginnt für alle, die noch nicht damit vertraut sind, mit einer Überraschung: Die Violinen stimmen das gleiche vier Noten umfassende "Cantus-Firmus"-Motiv an, das den Finalsatz von Mozarts viel später entstandener "Jupitersymphonie" prägt. Wie Mozarts Finale vermischt dieser Satz die Sonatenform mit vielerlei kontrapunktischen Entwicklungen des "Cantus" und seinen diversen Kontrasubjekten. Allerdings verwendet Haydn, der hier in kleinerem Maßstab arbeitet, rapidere Wechsel zwischen kontrapunktischen und homophonen Strukturen. Solche Sätze waren durchaus üblich; Haydn selbst hat ähnliche Finalsätze für die Symphonien Nr. 3 und 25 komponiert.
©James Webster

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I. Allegro Molto
II. Adagio Cantabile
III. Menuet e Trio
IV. Finale, Allegro Molto
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