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Kompositionsdatum: 1762· Besetzung: 2 Ob Fg 2 Hr – Str · Dauer: 16’ · Nach Entstehungszeit: 25. Symphonie
Hob.I:14 Symphonie in A-Dur
Diese Symphonie, deren Concertante-Besetzung und -Stil auf die Esterházy-Periode hindeuten, ist kleiner angelegt, aber jede Note zählt. Das einleitende Allegro molto im 3/4-Takt ist winzig; die "Durchführung" besteht – einmalig für Haydns einleitende sinfonische Allegro-Sätze – nur aus einer kurzen (und melodischeren) Variante des "zweiten Themas" und einer Rückmodulation, – beides spielt sich auf der Dominante ab. Das Andante ist ein schlichter zweiteiliger Satz mit der herrlichen Klangfarbe eines Solocellos, das die Violinmelodie eine Oktave tiefer verdoppelt. (Die erste und zweite Phrase des Hauptthemas sind mehr oder weniger identisch mit der ersten und letzten Phrase des Variationsfinales aus dem Divertimento Hob.II: 11.) Das Menuett legt ein schnelleres Tempo nahe als die meisten galanten Werke unter den frühen Symphonien; das Trio, in Moll und mit einer Solo-Oboe besetzt, zeigt wieder einmal, wie viel Haydn mit ganz wenigen Noten zu sagen wusste. Das Finale, ein weiterer überaus kurzer Satz, ist an sich uneinheitlich. Es ist kontrapunktisch verdichtet, doch sein "Thema" ist nur eine Tonleiter, die über eine ganze Oktave absteigt, zusätzlich entwertet durch einen unangemessen hochgestochenen Triller auf der vorletzten Note. Zugegeben, die synkopierte Gegenmelodie und kurz darauf auch die eilige Sechzehntelbegleitung sorgen für rhythmischen Reiz. Auch bringt die "Durchführung" neue Entwicklungen mit sich, und zu Beginn der Reprise erfolgt ein köstlicher Scherz: Die Wiederaufnahme der Melodie wird durch einen einzelnen ruhigen Takt in der Tonika aufgeschoben, der in Bezug auf die Modulation in der Überleitung "richtig" ist, aber insofern gänzlich "falsch", dass er der Reprise den Wind aus den Segeln nimmt. Deshalb bricht sie, die ursprünglich piano angelegt war, nun fortissimo herein. Die einzig richtige Reaktion darauf - nicht nur hier, sondern im ganzen Satz - ist Gelächter.
©James Webster

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I. Allegro Molto
II. Andante
III. Menuet e Trio
IV. Finale, Allegretto
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