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icon   SYMPHONIE 'MIT DEM HORNSIGNAL' NR.31 IN D-DUR   info

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Kompositionsdatum: Mai-Sept. 1765· Besetzung: Fl 2 Ob Fg 4 Hr – Vl. princ. Vc. solo Str · Dauer: 32’ · Nach Entstehungszeit: 37. Symphonie
Hob.I:31 Symphonie in D-Dur
Die Symphonie Nr. 31 verwendet eine Violine, ein Cello und einen Solokontrabass, eine Flöte, 2 Oboen, 4 Hörner und die Streicher. Die Titel "Auf dem Anstand" und "Mit dem Hornsignal" tauchten erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. In der zeitgenössischen Ausgabe von Siebert findet man den Vermerk "Posthorn von Nürnberg", was wohl zutrifft. In der Tat verwendet Nr. 31 keine Jagdrufe, sondern militärische Signale und Hornrufe des Postillons. Im Allegro (3/4) stoßen die Hörner sogleich während acht Takten eine Art militärischen Ruf aus, den man bei Haydn oft findet, so auch in der Symphonie Nr. 100 und beim 9. Takt erklingt das Solohorn in einem authentischen Motiv eines Postillonhorns. In diesem Satz kommen alle Instrumente zum Einsatz, mit Ausnahme der drei Streichersolisten. Man hört hochfliegende Flötentöne, die als Seitenthema dienen, und die letzten Takte der Exposition führen das Posthornmotiv wieder ein. Wie in Nr. 24 wird der erwartete Beginn der Reprise durch eine mysteriöse Episode in d-Moll ersetzt. Danach wird unmittelbar zum Posthornmotiv übergegangen, und die Militärfanfaren tauchen wieder auf, um den Satz zu beenden. Das Andante (G-Dur, 6/8) ist für vier Hörner (je zwei in G und D), Violin- und Cellosolo und Streichinstrumenten gesetzt. Das Menuett ist rhythmisch gut gestaltet, und das Trio (das an Freiluftmusik erinnert) hebt die zwei Oboen hervor. Das Finale (moderato molto, 2/4) ist ein Variationensatz. Dem Thema – eine Art langsamer Marsch – folgen sieben Variationen, von denen jede durch eine andere Klangfarbe besticht: Oboen (1), Cello (2), Flöte (3), die vier Hörner (4), Violine (5), Reprise des anders orchestrierten Themas (6), Kontrabass (7). Acht Übergangstakte leiten zur Coda (presto, 3/4) über, die nach Notenfolgen im doppelten Achteltakt und einem neuen volkstümlichen Thema zum Schluss noch einmal die Militärfanfare einfuhrt, die den 1. Satz einleitete und beendete, und zwar in Form einer zyklischen Tonskizze. Eine sehr ähnliche Symphonie (72) entstand zwei Jahre früher, doch Nr. 31 ist bei weitem überzeugender. Mit ihr verabschiedete sich Haydn auf brillante Weise von seiner Jugend, wie Robbins Landon sagte.
©James Webster

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I. Allegro
II. Adagio
III. Menuetto e Trio
IV. Moderato molto
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