Giuseppe Haydn

107 SINFONIÆ

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Kultur Niederösterreich, Parkhotel Pörtschach, Haydn Stiftung

16

B-Dur

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 16
Chonologische Ordnung
28
Tonart
B-Dur
Periode
Erste Esterház-Sinfonien 1761 bis 1763; „Die Tageszeiten“ und weitere einzigartige Kreationen
Kompositionsdatum
Frühjahr 1763
Auftraggeber
Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy
Anzahl der Sätze
3
Echtheitsbeleg
Haydnverzeichnis
Partitur-Ausgabe

Sinfonien um 1761-1765 Herausgeber: Ullrich Scheideler; Reihe I, Band 2; 2012, G. Henle Verlag München

Hob.I:16 Symphonie in B-Dur
Kürze und Kompaktheit dieses Werks scheinen die Hypothese zu bestätigen, dass es eher um 1762/63 als früher entstanden ist. Das einleitende Allegro beginnt technisch (wenn nicht gar stilistisch) wie eine Fuge mit der förmlichen Exposition zweier Themen im doppelten Kontrapunkt. Doch der dritte Fugeneinsatz erfolgt in heftigem Forte, und Haydn gibt kurz danach den Anspruch auf, eine strenge Fuge zu schreiben, und fängt eine Exposition in Sonatenform an. Die kurze, tonal instabile Durchführung greift auf das kontrapunktische Material zurück und fügt sogar ein neues Kontrasubjekt hinzu, doch die forte gespielte homophone Musik wird schon bald wieder unterbrochen.
Eine Besonderheit des Andante ist ein Solocello, das die Unisono-Violinen eine Oktave tiefer in Tenorlage verdoppelt; dieser hinreißende Effekt ist nur wirksam bei einem angemessen kleinen Ensemble mit historischen Instrumenten, das ohne Continuo-Tasteninstrument spielt. Obwohl Struktur und Rhythmus der Musik regelmäßig sind, tauchen die unregelmäßig langen Phrasen und unerwarteten Kadenzen der Eröffnung den ganzen Satz ins Licht sprühenden Witzes. Das Finale ist eine ausgelassene Balgerei im 6/8-Takt; humorvoll ist auch der Anfang der Durchführung, wenn das Hauptthema abschließend vorgibt, "regulär" zu sein - aber nur bis zum sechsten Takt. Die Reprise beginnt mit einer von Haydns frühesten offenkundig "scherzhaften" Wendungen; sie ist keinesfalls seine schlechteste.
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
28,1
Satzbezeichnung
Allegro
Tonart
B-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
28,2
Satzbezeichnung
Andante
Tonart
Es-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
28,3
Satzbezeichnung
Presto
Tonart
B-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 14 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str. (mit Solo-Vc)
Besetzung Orchester
0|2|0|1 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
28,1
2. Satz
28,2
3. Satz
28,3



Partitur

16









Haydn13

107 SINFONIÆ

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1766

4. Periode

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

1796

1799

1801

13 OPERÆ

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
La canterina
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5 ORATORIÆ