Giuseppe Haydn

107 SINFONIÆ

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Kultur Niederösterreich, Parkhotel Pörtschach, Haydn Stiftung

92

"Oxford"

G-Dur

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 92
Chonologische Ordnung
94
Tonart
G-Dur
Titel
"Oxford"
Periode
Apotheose der Kammer-Sinfonie 1787 bis 1789; „Johann Tost“ und „Paris“
Kompositionsdatum
1789
Auftraggeber
Pariser Societé Olympique
Anzahl der Sätze
4
Echtheitsbeleg
Autograph
Partitur-Ausgabe

Sinfonien 1787-1789
Herausgeber: Andreas Friesenhagen; Reihe I, Band 14; 2010, G. Henle Verlag München

Hob.I:92 Symphonie in G-Dur „Oxford“
Die “Oxford”-Symphonie Nr. 92 ist eigentlich eine “Pariser Symphonie”: Sie gehörte ursprünglich in den Komplex der vom Fürsten Oettingen- Wallerstein 1788 bestellten bzw. von Haydn gleichzeitig auch für die Pariser Loge Olympique wegen großer Nachfrage als “Nachlieferung” zu den “Pariser Symphonien” komponierten drei Werken, ist aber wahrscheinlich nicht rechtzeitig zum Termin fertig geworden. Die erste bekannte Aufführung der Komposition erfolgte im Juli 1791 in Oxford - daher der Name - zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Joseph Haydn.
Haydn wusste, warum er gerade diese Symphonie für den Anlass auswählte: Sie erweist sich eines “Doktors der Tonkunst” würdig, und ist in jeder Hinsicht den “Londoner Symphonien”, zu denen sie noch nicht gezählt wird, ebenbürtig.
Auch hier dient die langsame Einleitung als strukturelles Mittel, einem formal äußerst komplexen Hauptteil einen festen Rahmen zu geben: Das erste Thema beginnt bereits sozusagen “in der Mitte”, außerhalb der Tonika. Der ganze Satz ist in sich dermaßen chromatisch und kontrapunktisch angelegt, dass die eigentliche Durchführung nur kurz zu sein braucht.
Zu den berühmtesten langsamen Sätzen Joseph Haydns überhaupt gehört das Adagio dieser Symphonie, formal in einfacher Dreiteiligkeit mit einem überraschend turbulenten Mittelabschnitt in Moll, der das Cantabile des Hauptteils kontrastiert. Der Rahmenteil ist melodisch ganz auf die Dominanz der Violine abgestellt.
Das Menuett ist, wie öfters bei Haydn, der Interpretation durch die Ausführenden besonders überlassen. Wenn man möchte, kann es auf den ersten Blick sogar als „alpenländisch“ gelten, wo hinter der einfach anhebenden Melodie rhythmische Überraschungen lauern. Im Trio ist es Haydn gelungen, mit einfachen Hornquinten ein originelles Gebilde zu erschaffen. Der Finalsatz nimmt wieder den Rondo-Duktus auf, erweist sich aber im sensibel ausbalancierten Changieren zwischen “gelehrt” und “galant” als raffiniert angelegter Sonatensatz.

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
94,1a
 
94,1b
Satzbezeichnung
Adagio / Allegro spiritoso
Tonart
G-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
94,2
Satzbezeichnung
Adagio
Tonart
D-Dur
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
94,3
Satzbezeichnung
Menuet Allegretto / Trio
Tonart
G-G-Dur
4. Satz
94,4
Satzbezeichnung
Presto
Tonart
G-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 27 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Orchestrierung
1|2|0|2 – 2|(2) – (1) – Str.
Besetzung Orchester
1|2|0|2 – 2|(2) – (1) – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

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Musik

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Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
94,1a
 
94,1b
2. Satz
94,2
3. Satz
94,3
4. Satz
94,4



Partitur

92









Haydn13

107 SINFONIÆ

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1766

4. Periode

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
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1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

1796

1799

1801

13 OPERÆ

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Acide
 
I. Periode
 
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La canterina
I. Periode
 
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Lo speziale
 
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Le pescatrici
 
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Il mondo della luna
 
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Orlando paladino
 
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Armida
 
III. Periode
La vera costanza II
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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