Giuseppe Haydn

107 SINFONIÆ

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Kultur Niederösterreich, Parkhotel Pörtschach, Haydn Stiftung

17

F-Dur

Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 17
Chonologische Ordnung
9
Tonart
F-Dur
Periode
Sinfonien für den Grafen Morzin 1757 bis 1761
Kompositionsdatum
1760/1761
Auftraggeber
Graf Morzin
Anzahl der Sätze
3
Echtheitsbeleg
Entwurfs-Katalog
Partitur-Ausgabe

Sinfonien um 1757-1760/61
Herausgeber: Sonja Gerlach und Ullrich Scheideler; Reihe I, Band 1; G. Henle Verlag München

Hob.I:17 Symphonie in F-Dur
Dieses dreisätzige Werk beginnt mit einem der längsten (zugegebenermaßen stilistisch "neutralen") Sätze des Repertoires. Seine Länge rührt von der Durchführung her, die noch länger ausfällt als die Exposition (der einzige derartige Fall in einem ersten Satz einer frühen Haydn-Symphonie). Zudem zeichnet sich die Durchführung durch einen verblüffenden "zweiteiligen Verlauf aus.
Nach einem bezüglich Länge und Charakter mehr oder weniger normalen Abschnitt gibt sie klar zu erkennen, dass sie dabei ist, sich zur Tonika zurückzutasten, und zwar mittels einer komplizierten absteigenden Sequenz, wie sie für Haydns frühe Rückmodulationen typisch ist. Im selben Augenblick jedoch, da sie die Tonika erreicht, beginnt die Musik erstaunlicherweise mit einem zweiten Durchführungsabschnitt, der fast so lang ist wie die erste. Dann bereitet eine weitere, noch "förmlichere" Modulation, die über einem Orgelpunkt (auf der Dominante) auch Moll berührt, die Reprise vor. Die vorherige Passage ist somit gar keine falsche Reprise, sondern eine "falsche Rückmodulation"! (Ähnliches, wenn auch weniger "zugespitzt", ereignet sich in der Symphonie Nr. 36.)
Das Andante ma non troppo steht in der Molltonika, und seine etwas seltsame Kombination aus Munterkeit und Pathos ist typisch für derartige frühe Haydn-Sätze. Das Finale ist wiederum ein Allegro molto im 3/8-Takt (kein "Presto", was vermutlich auf die relativ zahlreichen Sechzehntelläufe zurückzuführen ist); es handelt sich um einen kurzen zweiteiligen Satz mit nur einer winzigen Dominant-Ausweitung zwischen Exposition und Reprise.
©James Webster

Analyse

Analyse

Analyse der Sätze

1. Satz
9,1
Satzbezeichnung
Allegro
Tonart
F-Dur
Form
Sonatenform
2. Satz
9,2
Satzbezeichnung
Andante, ma non troppo
Tonart
f-Moll
Form
dreiteilige Liedform
3. Satz
9,3
Satzbezeichnung
Allegro molto
Tonart
F-Dur
Form
Sonatenform
Spieldauert gesamt
ca. 20 Min.

Musiker

Musiker

Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).
Namens- bzw. Gehaltslisten – und aus jenen wurde die Orchesterbesetzung „extrahiert“ - existieren also nur aus der Schaffensphase im Dienst der beiden Fürsten Esterházy, also von 1761 bis 1782.
Daher werden „nur“ jene Musiker angeführt, die im Dienste der beiden Fürsten Esterházy standen und mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum in Haydns Orchester wirkten, quasi ein „All-Time – All-Stars-Orchester“. Ich behielt bei den betreffenden Musikern die Jahreszahl „-1790“ bei, da mit Sicherheit Haydn auch nach 1782 seine Sinfonien am Hofe zu Gehör brachte.

Leitung
Joseph Haydn
Orchestrierung
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung Orchester
0|2|0|0 – 2|0 – 0 – Str.
Besetzung
Flöte Franz Sigl 1761-1773
Flöte Zacharias Hirsch 1777-1790
Oboe Michael Kapfer 1761-1769
Oboe Georg Kapfer 1761-1770
Oboe Anton Mayer 1782-1790
Oboe Joseph Czerwenka 1784-1790
Fagott Johann Hinterberger 1761-1777
Fagott Franz Czerwenka 1784-1790
Fagott Joseph Steiner 1781-1790
Horn (spielte Violine) Franz Pauer 1770-1790
Horn (spielte Violine) Joseph Oliva 1770-1790
Pauke oder Fagott Caspar Peczival 1773-1790
Violine Luigi Tomasini 1761-1790
Violine (Stimmführer 2. Vl) Johann Tost 1783-1788
Violine Joseph Purgsteiner 1766-1790
Violine Joseph Dietzl 1766-1790
Violine Vito Ungricht 1777-1790
Violine (meist Viola) Christian Specht 1777-1790
Violoncello Anton Kraft 1779-1790
Violone Carl Schieringer 1768-1790

Medien

Medien

Musik

Antal Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
9,1
2. Satz
9,2
3. Satz
9,3



Partitur

17









Haydn13

107 SINFONIÆ

1757

1. Periode
Hob.I:1

1757/1758

1. Periode
Hob.I:37

1757-1759

1. Periode
Hob.I:18
Hob.I:2

1757-1760

1. Periode
Hob.I:4
Hob.I:27

1758-1760

1. Periode
Hob.I:10
Hob.I:20

1761/1762

1. Periode
Hob.I:36
Hob.I:33

1766

4. Periode

1771

4. Periode
Hob.I:52
Hob.I:42

1774/1775

5. Periode
Hob.I:68

1776

5. Periode
Hob.I:61

1777/1778

5. Periode
Hob.I:53 "L'Impériale"

1778/1779

5. Periode
Hob.I:71

1780

5. Periode
Hob.I:74
Hob.I:62

1781

5. Periode
Hob.I:73 "La chasse"

1787

8. Periode
Hob.I:89

-1788

8. Periode
Hob.I:88

1788

8. Periode
Hob.I:90
Hob.I:91

1789

8. Periode
Hob.I:92 "Oxford"

1793

10. Periode
Hob.I:99

1794

10. Periode
Hob.I:102

1796

1799

1801

13 OPERÆ

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
I. Periode
Acide
 
I. Periode
 
I. Periode
 
I. Periode
La canterina
I. Periode
 
I. Periode
Lo speziale
 
I. Periode
 
I. Periode
Le pescatrici
 
I. Periode
 
I. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
 
II. Periode
Il mondo della luna
 
II. Periode
 
III. Periode
 
III. Periode
La fedeltà premiata
 
III. Periode
Orlando paladino
 
III. Periode
Armida
 
III. Periode
La vera costanza II
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5 ORATORIÆ